Tag der offenen Tür
Senioren präsentieren ihr Zuhause
Arbeiten der Bewohner konnten die Besucher der beiden Seniorenheime an der Parkstraße am Sonntag beim Tag der offenen Tür erwerben. Foto: Anne Steven
„Wir genießen das heute – und wenn wir keine Lust mehr haben, gehen wir einfach in unsere Zimmer.“ Wilhelmine Vers und Elfriede Brink nahmen den Tag der offenen Tür in den beiden Seniorenheimen an der Parkstraße ganz entspannt.
Nach einem Gottesdienst im Speisesaal stand für sie als Bewohner erst einmal das sonntägliche Mittagessen auf dem Programm. Und dabei ließen sie sich auch von den zahlreichen Besuchern, die sich bereits im Ferdinand-Tigges-Haus und im Carl-Sonnenschein-Haus tummelten, nicht stören.
Während die Bewohner ihre Privatsphäre genossen, zogen Interessierte schon einmal durch die Räume der beiden Seniorenwohnheime der Domus Caritas. Ab Mai hatten sich die Verantwortlichen mit der Planung für den Tag der offenen Tür anlässlich des 40. Geburtstages des Carl-Sonnenschein-Hauses beschäftigt. „Die Vorbereitungen sind reibungslos verlaufen, weil alle Mitarbeiter so toll mitgezogen haben“, freute sich die Leiterin des Sozialen Dienstes der beiden Häuser, Eva Gaupels, am Sonntag über großes Engagement der Mitarbeiter für das Fest.
Die Bewohner und ihre Gäste feierten den Tag mit einem bunten Programm. Neben Auftritten der XXL-Boys vom Schützenverein Horst und Wall, eines Kinderballetts und der Tanzgruppe von St. Marien sorgten außerdem musikalische Darbietungen – unter anderem durch den Posaunen- und den Plaggenstiäker-Chor, für Unterhaltung und Stimmung. Für das leibliche Wohl war die Küchencrew um André Böwing im Einsatz, außerdem gab es Kaffee, Kuchen und Torten in der Cafeteria.
Auch die Bewohner leisteten einen Beitrag. Sie hatten unter anderem Gänse aus Holz, Handytaschen, Pinnwände und Futterglocken gefertigt, die an einem Stand zum Verkauf angeboten wurden.
Ochtruper Tageblatt 23.09.2012
Was lange währt
Umgebauter Kindergarten bekommt kirchlichen Segen
Ochtrup - „Wer Geduld hat, gewinnt auch immer etwas“, sagt Pfarrer Josef Wichmann. Das haben die Kinder, Angestellten und Besucher des Lamberti-Kindergartens an diesem Freitagmorgen schon einmal gehört: aus dem Mund von Leiterin Gerda Dirlik. „Ich hätte es fast nicht erwartet, dass wir doch nochmal fertig werden“, hat Dirlik zu Beginn der Feierstunde gefrotzelt. Dass deren Anlass die Einweihung der neu gestalteten Räume ist, zeigt: Ihre schlimmsten Befürchtungen sind unerfüllt geblieben. Drei Jahre, nachdem der Weg frei gemacht worden ist für den Umbau, ist der vollbracht. „Und wir sind belohnt worden“, betont die Kita-Leiterin.
Theo Intfeld vom Kirchenvorstand fasst zusammen, was sich an der Hellstiege binnen der vergangenen rund zwölf Monate getan hat - und was Pfarrer Wichmann unter die Überschrift „funktionale Veränderungen“ setzt: Es gibt einen Ruheraum, die Sanitärräume sind umgestaltet worden und umfassen Wickelbereiche, das Personalzimmer hat ein frisches Gewand bekommen und die Küche ist neu. Die Federführung lag in den Händen von Bautechniker Werner Kersting aus dem Coesfelder Architekten-Büro Steinberg & Coeppen.
Kersting ist der Gast, der das größte Lob einheimst - und freut sich wie Oskar. Insbesondere, als die Kindergartenkinder das Lied von den „Fleißigen Handwerkern“ anstimmen und der Bautechniker freudestrahlend mitwippt. Wohlgemerkt bis zur letzten der Strophen, die mitzuzählen die Besucher irgendwann aufgegeben. Die Kleinen scheinen viel geübt zu haben - auch für den Part, in dem vorrangig Pfarrer Wichmann das Sagen hat. Das „Vater unser“ geht den meisten fließend von den Lippen, genauso wie weitere Liedtexte. Und zum Tragen des Weihwasser-Gefäßes finden sich schnell zwei Freiwillige - wenngleich sie schon nach wenigen Metern zaghaft anmerken, das sei ja „ganz schön schwer“. Nur mit dem Weihwasser als solchem tun sich die Kinder noch etwas schwer. Als Wichmann es versprengt, kneifen die Jungen und Mädchen vorsichtshalber mal die Augen zusammen.
Gesehen, worein rund 220 000 Euro geflossen sind, haben sie ja ohnehin schon. Land und Bund übernahmen 130 000 Euro, den Rest die Stadt (an diesem Morgen vertreten durch Bürgermeister Kai Hutzenlaub), das Bistum und die Kirchengemeinde St. Lambertus.
Ochtruper Tageblatt 15.06.2012


