Unsere Beichtzeiten

Wegen der Corona-Pandemie kann im Moment der Beichtstuhl nicht genutzt werden. Gesprächs- und auch Beichtmöglichkeit (mit entsprechendem Abstand) besteht aber weiterhin! Melden Sie sich sehr gerne beim Seelsorgeteam. Hier finden Sie die Kontakte.

Beichte – Sakrament der Versöhnung

Schuldig werden, Fehler machen, diese erkennen und um Versöhnung bitten – das gehört zum menschlichen Leben einfach dazu. Es ist eine ständige Aufgabe. Im Sakrament der Versöhnung, der Beichte, wird mir Verzeihung zugesprochen. Befreit darf ich neu starten.

Beichtgespräche finden jeden Samstag um 17.15 Uhr in der St.-Marien-Kirche im Beichtstuhl statt. Darüber hinaus können Sie gerne für ein seelsorgliches Gespräch einen Termin vereinbaren.

Weitere Infos finden Sie online hier

Beichte: Verzeihung und Frieden finden

"Wem Ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem Ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." In diesem Wort Jesu aus dem Johannesevangelium sieht die katholische Kirche die "Stiftungsurkunde" für jenen Versöhnungsvorgang, den schon die alte Kirche praktizierte und den man später als Bußsakrament bezeichnete.

Im Lauf der Kirchengeschichte entwickelten sich unterschiedliche Bußverfahren: Schon die Urgemeinde kannte die Praxis der Exkommunikation für eine bestimmte Zeit. Zur Vergebung alltäglicher Fehler hielt man Gebet, Fasten und Almosen für ausreichend.

"Kapitalsünden" wie Glaubensabfall, Mord oder Ehebruch wurden mit einer öffentlichen Buße belegt, das heißt die Büßer wurden von der Eucharistiefeier ausgeschlossen. Die Wiederaufnahme in die Gemeinde geschah meist am Gründonnerstag.

Später entwickelten sich andere Bußverfahren mit leichteren Bußwerken. Seit dem 16. Jahrhundert verlegte man die Beichte vom Altar weg in den Beichtstuhl.

Die heutige Form der Beichte sieht im wesentlich so aus: Der Beichtende betritt den Beichtstuhl oder das Beichtzimmer und wird vom Priester begrüßt; er bekennt und bereut seine Sünden und führt mit dem Geistlichen ein Beichtgespräch, in dem der "Sünder" ein Bußwerk für seine Sünden als Genugtuung übernimmt.

Der Priester erteilt die (sakramentale) Lossprechung, die den folgenden Wortlaut hat: "Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich Dich los von Deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

Eine weitere Form der Buße sind Bußandachten ohne die sakramentale Lossprechung; sie werden gerade vor den großen kirchlichen Festen gehalten.


Text: Norbert Göckener, kampanile

Frieden finden

Unsere Sünden zu beichten, verlangt uns etwas ab, aber es bringt uns den Frieden. Wir sind Sünder und brauchen die Vergebung Gottes. (Papst Franziskus)

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Sakramente

Theologen sagen, Jesus Christus sei in seinem Wort, seinen Handlungen und seiner Person das Ur-Sakrament der Menschenliebe Gottes.